Spezielle Bekleidung für Rennfahrer

Egal wie lange Sie schon Rennen fahren, Sie sollten die Notwendigkeit von Sicherheitskleidung kennen und sicherstellen, stets mit für Rennen optimierte Kleidung zu tragen. Fachkundige Schätzungen gehen davon aus, dass die Temperatur eines Rennwagens zwischen 1200 und 1700 Grad liegt. Da menschliches Fleisch schon bei etwa 180 Grad brennt, ist der Wert des Schutzes vor den schrecklichen Auswirkungen des Feuers unbestritten. Um einen optimalen Schutz gegen einen Brand im Rennwagen zu gewährleisten, sollten Sie jede Komponente der Sicherheitskleidung einzeln und detailliert untersuchen. Auch, wenn Sie ein versierter Rennfahrer sind, der seit Jahren Sicherheitskleidung besitzt. Unabhängig von Ihrer eigenen Rennerfahrung sollte dieser Leitfaden Ihnen einen informativen Überblick sowie eine praktische Checkliste bieten.

Es muss Passen

Jede Diskussion über Sicherheitskleidung muss mit dem Fahreranzug beginnen. Ein Fahreranzug schützt vor Verletzungen durch Feuer. Um am effektivsten zu sein, muss er:

  • Nicht brennbar sein
  • Aufrechterhaltung der strukturellen Integrität
  • Gegen Wärmeübertragung isolieren

Zusammengenommen dienen diese drei Überlegungen dazu, die Anforderungen für einen höchst angemessenen Fahreranzug zu definieren. Auf diese Weise sorgen Material und Konstruktion jedes Anzugs für einen lebensrettenden Schutz. Rennanzüge sind in einer bis fünf Lagen erhältlich. Vier- und Fünfschicht-Anzüge, sind im Allgemeinen für Drag und Funny-Car-Rennen vorgesehen. Bei einer dreischichtigen Anzugkonstruktion muss die äußerste Schicht der direkten Flamme standhalten und ihre strukturelle Integrität aufrechterhalten. Als nächstes muss eine zentrale Isolierschicht die Wärmeübertragung blockieren, während die innere Schicht als letzte Barriere gegen Flammen und Wärme wirkt. Idealerweise sollte diese innere Schicht auch Schweiß absorbieren. Im Gegensatz dazu eliminiert ein zweilagiger Anzug die Watte oder die mittlere Schicht und ist hinsichtlich seiner isolierenden Eigenschaften von der Lufttasche abhängig. Zweilagige Anzüge sind zwar im Allgemeinen leichter, bieten jedoch weniger Schutz als dreilagige Anzüge.Schließlich bieten einschichtige Anzüge nur Flammenbeständigkeit, da diese Anzüge in der Lage sind, sich vier bis acht Sekunden lang einem Feuer Stand zu halten. Sie bieten nur eine vorübergehende Isolierung gegen Wärmeübertragung und praktisch keine strukturelle Integrität. Sie werden daher nicht empfohlen.

Schuhe und Handschuhe erhöhen die Sicherheit

Schuhe und Handschuhe sind weitere Bestandteile des Bekleidungssystems für Rennfahrer. Ein konventioneller Lederschuh, der einmal in Brand geraten ist, schrumpft schnell mit ausreichender Kraft, um einen Fuß zu quetschen und eine beliebige Anzahl von Knochen zu brechen. Die Fahrerschuhe sind mit Nomex-MAterial gefüttert und verwenden ausschließlich Außenleder, um die Verschleißfestigkeit zu erhöhen. Handschuhe sollten auch aus Nomex-Material sein, da ein handelsüblicher Lederhandschuh keinerlei Rennsport-Tauglichkeit aufweist. Ein zweilagiger Handschuh ist hier das Minimum. Diese sollten nur mit Leder an den Handflächen versehen sein, um einen guten Griff oder ein gutes Gefühl während des Rennens zu gewährleisten.