Die ganze Faszination des Motorsports

Straßenrennen sind eine Form des Motorsports, welche auf asphaltierten Straßen stattfinden. Die Rennen können entweder auf einem geschlossenen Kurs oder auf einem Straßenkurs auf vorübergehend gesperrten öffentlichen Straßen ausgetragen werden. Ursprünglich wurden Straßenrennen fast ausschließlich auf öffentlichen Straßen ausgetragen, aber Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit führten schließlich dazu, dass die meisten Rennen auf speziell gebauten Rennstrecken ausgetragen wurden.

Die Wurzeln liegen in Europa

Die Ursprünge des Straßenrennsports lagen in Westeuropa und Großbritannien, als Kraftfahrzeuge im frühen 20. Jahrhundert immer häufiger wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Automobilstraßenrennen als Formel-1-Weltmeisterschaft organisiert, die von der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) organisiert wurden, während Motorradstraßenrennen als Grand-Prix-Motorradserie mit dem Namen MotoGP auf dem ganzen europäischen Kontinent veranstaltet wurden. Der Erfolg und die Popularität der Straßenrennen haben dazu geführt, dass sich der Sport auf der ganzen Welt verbreitet hat, da Grand-Prix-Straßenrennen schon bald auf sechs Kontinenten ausgetragen wurden. Andere beliebte Varianten des Straßenrennens umfassen; Sportwagenrennen, Tourenwagenrennen, Superbike-Rennen, Truck-Rennen, Kart-Rennen und Langstreckenrennen.

Lange Strecken und große Pisten

Die Mehrheit aller Straßenrennen wurde auf einer langen Strecke mit gesperrten öffentlichen Straßen und nicht auf eigens dafür gebauten Rennstrecken ausgetragen. Dies galt für den berühmten Le Mans-Kurs des Großen Preises von Frankreich 1906 ebenso wie für den Targa Florio (150 km sizilianische Straße) oder den 121 km langen deutschen Kaiserpreiskurs im Taunus. Ausnahmen waren der steile, eiförmige, fast ovale Rundkurs von Brooklands in England, der 1906 fertiggestellt wurde, der Indianapolis Motor Speedway und die 1922 in Monza und 1924 in Montlhéray in Europa gebauten ovalen Schnellstraßen.

Äderungen im Regelwerk und seine Folgen

Straßenrennen auf öffentlichen Straßen wurden 1925 in Großbritannien verboten, als ein Zuschauer beim Kop Hill Climb verletzt wurde. Der Royal Automobile Club (R.A.C.) und die Auto-Cycle Union (A.C.U.) haben die Erteilung von Genehmigungen für Rennen auf öffentlichen Straßen eingestellt, eine Politik, die sich bis heute nicht geändert hat. Der Donington Park war der erste permanente Parkkurs in Großbritannien und veranstaltete 1931 sein erstes Motorradrennen. [20] Als sich die Automobil- und Motorradtechnologie verbesserte begannen die Rennfahrer, höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, die eine zunehmende Anzahl von Unfällen auf Straßen verursachten, die nicht für motorisierte Fahrzeuge ausgelegt waren. Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit führten letztendlich dazu, dass die Zahl der Straßenrennen auf öffentlichen Straßen in Europa im Laufe der Jahre zurückging. Die Mille Miglia war eine bemerkenswerte Ausnahme, die bis 1957 fortgesetzt werden durfte. Heute bewundern zahlreiche Fans auf der ganzen Welt ihre Motorsporthelden ausschließlich auf dafür ausgelegten Rennkursen.